unboxing latte panda

Date: 4. Juni 2016 Posted by: owerner In: Allgemein, Informatik, Physik

Ein Einplanitinencomputer mit Windows 10 und einem Arduino-Leornado Board für unter 100€ – ?
Als ich von diesem Projekt auf Kickstarter las, war mir klar, dass ich mich daran beteiligen musste, ich hatte zwar schon den Rasbery PI getestet – bin damit aber bisher noch nie richtig warm geworden, da mir LINUX in all den Jahren nach wie vor fremd geblieben ist.

Da die Early-Bird-Angebote alle schon vergriffen waren, wählte ich die Version mit beigelegtem 7 Zoll Bildschirm.

Letzte Woche kaum nun ein Paket mit dem Computer, einem Netzteil (mit chinesischem Stecker), dem Bildschirm, einem HDMI-Kabel, einem USB-Kabel und einem Gehäusebausatz.

Das Gehäuse besteht aus etwa 20 Teilen und lässt sich einfach zusammenbauen. Die Platine pass gut. Man erhält auch Bedienelemente für den Power- und die beiden Resetknöpfe.

In den Spezifikationen steht, dass der Bambusbär eine Stromstärke von mindestens 2 A benötigt. Ich benutzte also erst einmal das Netzteil meines iPads, das bekanntlich bis zu 2,1 A liefern soll.  nach dem Anschluss des Bildschirms – der erste Startversuch verlief erfolgreich.
Es trat allerdings nach nicht reproduzierbaren Bedingungen folgender Fehler auf:

Beim Klicken auf das Windowssymbol stürzte der Panda mit einem schwarzen Bildschirm ab.

Mein erster Verdächtiger war das Temperaturmanagement – die Kerne kamen schon gerne mal auf Spitzenwerte von 90° C – ich klebte also Kühlkörper auf die Metallflächen, unter denen sich der Speicher und die CPU/GPU befinden.
Außerdem befreite ich die Platine aus dem Gehäuse, um so die KernTemperaturen auf Spitzenwerte von immerhin 80° C zu senken.
Da das Netzteil einen zweiten USB-Port hat, habe ich mir noch einen 5 cm/5 V Lüfter besorgt. Damit ließen sich die Spitzentemperaturen auf unter 50° C senken.
Das Problem der sporadischen Abstürze war damit leider noch nicht gelöst.

Nach zwei Wochen tauchten im Netz die ersten Hinweise auf, dass die o.g. Abstürze auch von Problemen mit der Spannungsversorgung herrühren könnten.

Ich besorgte mir also ein Netzteil mit einer Leistung von 24 W und ein maximalen Stromstärke von 2,5 A.
Seitdem läuft das Board absolut fehlerfrei.

Nun zur Software – da der Rechner ja nun dauerhaft mit dem Arduino verbunden ist, kann ich endlich meine Lieblingssoftware LabVIEW verwenden, für das es auch Arduino-Treiber gibt. LabVIEW kann den Arduino allerdings nur steuern – es können keine Programme auf den Controller geladen werden.
Für das Leonardo-Board muss man den LINX-Treiber verwenden.
Auch hier wieder ein Problem – die Firmware lässt sich leider nicht über LabVIEW flashen (Windows verhindert den Upload wegen fehlender Admin-Rechte).
Da sich der passende hex-File in den LINX-Systemordnern befindet, habe ich ihn händisch mit dem ArduinoBuilder hochgeladen.
Nun stand dem Port13-Blink-Test nichts mehr im Wege 😉

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