Mein erstes Programm mit LabView

Date: 2. Juli 2016 Posted by: owerner In: Informatik, Physik

Seitdem ich mit dem Lego NXT-Baukästen herumbbastele, ist LabVIEW meine Lieblingsprogrammiersprache.

Man hat alles im Blick und muss zur Fehlersuche nicht Seiten um Seiten Quellcode durchforsten.

LabVIEW ist als Studenten- oder Homeversion für 30,- bzw ca 40,- € bei einigen Anbietern zu finden.
Zusätzlich benötigt man das Makerhub LINX – Plugin, um den Arduino ansteuern zu können.
LabVIEW lädt nun, anders als bei den NXT-Bausteinen keine Programme auf den Controler, sondern die VIs steuern über die Serielle Schnittstelle oder Bluetooth den Arduino.

Und nun ist ja so, so, dass der LP den Controller an Bord hat und auch genug Rechnerleistung hat, um LabVIEW laufen zu lassen (Yippee).

Bei Amazon habe ich mir das Sensorkit V2 von Sunfounder bestellt, weil es alle gängigen Sensoren für kleines Geld enthält. Ausserdem ist im Lieferumfang Kalbellage und ein deutsches Anleitungsheft enthalten. Auf der Seite findet man auch weiteres Material, z.B. passende Bibliotheken usw.

Der Arduino muss zunächst durch eine neue Firmware vorbereitet werden. Dies sollte eigentlich über das Plugin funktionieren… Bei mir wurde allerdings nichts hochgeladen – ich habe dann händisch die Firmware mit dem ArduinoBuilder hochgeladen.

Später Experimente haben gezeigt, das es Sinn macht, sich über Werkzeuge-Makerhub-Linx-Generate die passende Firmware auf die Festplatte schreiben zu lassen.

Man findet nach dem Schreiben an der entsprechenden Stelle einen Ordner Firmware/LINX/examples/Arduino_Leonardo_Serial.
Und hier befindet sich die gesuchte Arduino Datei Arduino_Leonardo_Serial.ino, die man mit der Arduino-IDE hochlädt. Der Begriff Firmware ist hier teilweise irreführend, da man meinen könnte, man müsste den Bootloader überschreiben o.ä.
Danach funktionieren alle Dinge, die von LINX standardmäßig bereit gestellt werden. Z.B. Digital Lesen und Schreiben, analog lesen und die Servosteuerung. Man kann über einen speziallen Block auch eigene Funktionen in die „Firmware“ einbinden [hier].

Ich habe mir als erstes einfaches Beispiel die Ansteuerung einer RGB-LED ausgesucht:

Das VI sieht dann so aus:

2016-02-07 RGB-LED VI

Die Farben lassen sich dann über drei Drehknöpfe steuern:

2016-02-07 FrontpanelDie LED wird über PWM Pins angesteuert. Dabei werden Werte zwischen 0 und 1 erwartet. (0: ganz hell und 1: ganz dunkel).
Ich habe die Drehschalter auf 255 Schritte eingestellt und die Werte vor der Ausgabe entsprechend normiert. So lassen sich hübsche Farben einstellen.

Hier nun noch das VI zum Download:

 

 

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